Song abmischen lassen: So läuft es ab und so bereitest du deine Spuren vor

Spuren exportieren, Briefing, Feedback und Revisionen – Schritt für Schritt

Die Aufnahme ist im Kasten, jetzt soll jemand daraus einen Song machen, der klingt. Ob du bei uns im Studio sitzt oder uns deine Spuren aus Hamburg, Rom oder New York schickst: Der Ablauf ist immer derselbe. Und ein großer Teil davon, wie gut und wie schnell ein Mix wird, entscheidet sich, bevor wir die erste Spur anhören.

Schritt 1: Die Spuren richtig exportieren

Das ist der Schritt, bei dem am meisten schiefgeht – und der am meisten Zeit spart, wenn er sitzt. Egal mit welchem Programm du aufgenommen hast, diese Punkte gelten immer:

Dazu gehören Tempo und Tonart des Songs. Hilfreich, aber kein Muss, ist ein Rough-Mix: deine eigene grobe Mischung als Stereodatei. Falls du einen hast, zeigt er uns schnell, wie du dir den Song vorstellst – auch wenn er noch nicht gut klingt.

Live-Mitschnitt vom Digitalpult?

Dafür gelten ein paar eigene Regeln, vor allem beim Export der Mehrspur-Aufnahme. Die stehen in Livemitschnitt vom Digitalpult: So exportierst du die Spuren richtig.

Schritt 2: Das Briefing – kein Muss, aber hilfreich

Ein Briefing brauchen wir nicht unbedingt. Oft sagt der Song selbst schon, wo er hinwill, und wenn uns etwas unklar ist, fragen wir nach. Wenn du aber schon eine Vorstellung hast, ist sie gut zu wissen:

Wenn du uns etwas mitgeben willst, am besten kurz per E-Mail. Dann ist es festgehalten, und nichts geht zwischen Telefonat und Mischpult verloren.

Schritt 3: Dateien schicken

Die Spuren packst du in einen Ordner, am besten gezippt, und schickst ihn per WeTransfer, Dropbox oder Google Drive. Bevor wir anfangen, hören wir alles einmal durch und melden uns, falls eine Spur fehlt, verschoben ist oder übersteuert.

Schritt 4: Der erste Mix

Nach drei bis fünf Werktagen bekommst du die erste Fassung zum Anhören. Hör sie dir in Ruhe an, und zwar nicht nur einmal und nicht nur am Rechner: im Auto, auf Kopfhörern, auf dem Handy. Achte dabei vor allem auf die Balance – ob der Gesang trägt, ob die Instrumente ihren Platz haben, ob der Song die Stimmung transportiert. Dass er auf wirklich jedem Gerät gleich gut klingt, ist beim Mix noch nicht das Ziel: Den letzten Schliff dafür bekommt er im Mastering.

Schritt 5: Feedback und Revisionen

Zwei Revisionsrunden sind bei uns immer inklusive. Jede Fassung bekommst du über eine Plattform, auf der du deine Anmerkungen direkt in die Wellenform schreibst – genau an die Stelle im Song, um die es geht. So sehen wir sofort, wo sich etwas ändern soll, ohne dass du Zeitangaben abtippen musst.

Damit die Revisionen reichen, hilft konkretes Feedback: welches Instrument, was stört. „Gitarre zu laut, der Gesang geht unter“ lässt sich in Minuten umsetzen, „klingt noch nicht ganz rund“ braucht erst eine Rückfrage. Spielt ihr als Band, stimmt euch am besten vorher ab, damit sich die Anmerkungen nicht widersprechen.

Schritt 6: Mastering und Lieferung

Wenn der Mix freigegeben ist, folgt das Mastering, entweder direkt bei uns oder bei jemand anderem. Was dabei passiert, steht in Was ist Mastering? Zum Schluss bekommst du alle Formate, die du brauchst: WAV für Streaming und Vertrieb, MP3 zum Teilen, auf Wunsch ein DDP-Image fürs CD-Presswerk.

Und was kostet das?

Mixing kostet bei uns ab 390 € pro Song, mit Mastering ab 460 € – inklusive Mehrwertsteuer, Vocal Editing und zwei Revisionen. Was den Preis bestimmt und wo du sparen kannst, steht ausführlich in Was kostet Mixing und Mastering?

Kurz zusammengefasst

  • Alle Spuren einzeln, ab demselben Startpunkt, als WAV ohne Summeneffekte exportieren
  • Tempo und Tonart mitschicken, ein Rough-Mix ist hilfreich, aber kein Muss
  • Briefing ist kein Muss – Referenzsongs und deine Vorstellung vom Sound helfen aber
  • Erster Mix nach 3–5 Werktagen, zwei Revisionsrunden inklusive
  • Feedback direkt in die Wellenform schreiben – konkret und in der Band abgestimmt

Häufige Fragen

Wie bereite ich meine Spuren zum Mischen vor?
Exportiere jede Spur einzeln als WAV-Datei mit der Samplerate und Bittiefe der Aufnahme, alle ab demselben Startpunkt. Lass Effekte auf der Summe weg, achte darauf, dass nichts übersteuert, und benenne die Spuren eindeutig. Schick Tempo und Tonart mit, gerne auch einen eigenen Rough-Mix, wenn du einen hast.
Wie lange dauert es, einen Song mischen zu lassen?
Bei uns kommt die erste Fassung nach drei bis fünf Werktagen. Mit zwei Revisionsrunden ist ein Song in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen fertig, je nachdem, wie schnell das Feedback kommt.
Kann ich meinen Song auch online mischen lassen?
Ja. Beim Mixing spielt es keine Rolle, ob du bei uns in Lahr sitzt oder anderswo: Du schickst die Spuren per WeTransfer, Dropbox oder Google Drive und bekommst jede Fassung als privaten Streaming-Link. So arbeiten wir täglich mit Künstlern aus ganz Deutschland, Italien und den USA.

Deine Spuren sind fertig? Schick uns kurz, worum es geht – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einem festen Preis. Alles zu Paketen, Hörbeispielen und Ablauf steht auf der Seite Mixing & Mastering im punchline studio.